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„Im Interesse unserer Kinder, Jugendlichen und Familien fordern wir vom Landtag die inhaltliche Auseinandersetzung und Zurücknahme der Kürzungen in der Jugendarbeit“
Stellungnahme des Deutschen Kinderschutzbundes Ortsverband Region Weißeritz e. V. zu der geplanten Kürzung von Fördermitteln für die Jugendhilfe im Haushaltsjahr 2010
Trotz vieler Stellungnahmen, Reaktionen und Demonstrationen der Betroffenen und Politiker möchten auch wir als Familienzentrum des Deutschen Kinderschutzbundes in Dippoldiswalde zu den vorgesehenen Kürzungen von Landesmitteln (25 Mio. €) Stellung nehmen, da sie sich zum großen Teil auf die notwendige Prävention im Kinder- und Jugendbereich auswirken.
Deshalb schließt sich der OV Region Weißeritz des Deutschen Kinderschutzbundes den Protesten gegen die Kürzung der Jugendhilfe in Sachsen an. Wir fordern die Regierung zu einer Kurskorrektur auf! Wer die Jugendhilfe derart zusammenstreicht, greift die Zukunft der jungen Generation an. Für uns sind es die schlimmsten Kürzungen beim Kinder- und Jugendetat seit 1990. Wir wissen nicht mehr, wie wir unter diesen Bedingungen unsere Aufgaben noch realisieren können!
Obwohl für Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft gute Vorsorge und Fördermaßnahmen (Vorsorgeuntersuchungen, Betreuung in Kitas und den verschiedenen Schulformen) vorhanden sind, sind zusätzliche Motivation und Prävention wegen größer werdender sozialer Unterschiede, hilfebedürftiger Eltern und nicht optimaler Familienpolitik notwendig.
Ohne Zweifel werden die geplanten Maßnahmen flächendeckend zu einem nachhaltigen Ausdünnen der Angebotsinfrastruktur für Kinder und Jugendliche führen. Das geplante Vorgehen ist somit sozialpolitisch nicht nachvollziehbar. Da neben vielen Mitarbeitern im Ehrenamt, mit Honoraren oder Beschäftigungsverhältnissen mit Förderung durch das Arbeitsamt nur 2 teilzeitbeschäftigte Sozialpädagoginnen (45 h/Woche) finanziert werden, würden bei der vorgesehenen Kürzung folgende Projekte zu 1/3 gestrichen werden:
Denn diese sozialpädagogischen Fachkräfte sind für die Durchführung der o. g. Projekte notwendig (Inhalt, Koordination und Finanzierungsplanung).
Insbesondere in unserem ländlichen Raum des Landkreises Sächsische Schweiz/Osterzgebirge mit seinen besonders sichtbaren Auswirkungen der demographischen Entwicklung wird die vorgesehene Mittelkürzung gravierende Folgen haben, da hier die Kinder- und Jugendpolitik vor der aktuellen Herausforderung steht, innovative Konzepte und Ideen zu entwickeln. Gerade dieser Herausforderung stellen wir uns als Kinderschutzbund im Landkreis seit Jahren engagiert. Wenn jedoch Tragfähig- und Verlässlichkeit der Förderung in der Kinder- und Jugendfähigkeit nicht mehr gewährleistet werden, wird uns die Grundlage hierzu entzogen sind wir nicht mehr in der Lage, diese Herausforderungen zu meistern.
| Niels Anschütz | Barbara Stanja | |
| Vorstandsvorsitzender | Geschäftsführerin | |
| Familienzentrum |